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Michael Fuhrer (52):
Vor 12 Jahren wurde bei mir die Diagnose Multiple Sklerose (MS)gestellt. Bereits 4 Jahre später saß ich schon im Rollstuhl.
Für mich brach eine Welt zusammen. Ich dachte, dass dies das Ende wäre.
Aber ich kämpfte mich ins Leben zurück, und tat all das wieder, was ich sonst auch gerne getan hatte; eben nur vom Rollstuhl aus.
Allerdings kam ich mir nur noch als Mensch zweiter Klasse vor, erkannte aber sehr bald, dass ich kämpfen muss, und mich durch nichts und niemanden unterkriegen lassen darf. Das Leben geht weiter, aber eben nicht mehr so wie bisher, sondern mit Einschränkungen.
Während meiner letzten Reha in Schaufling lief eine Studie über den SEGWAY zu der Anwendung bei mobil eingeschränkten Menschen. Ich meldete mich zu dieser Studie an, und war von Anfang an begeistert von diesem „Gefährt“. Nach Ende der Reha lernte ich den Physiotherapeuten Johannes Wieser kennen, und von diesem Tag an begann sich mein Leben zu ändern. Herr Wieser hat mich über mehrere Stunden auf dem SEGWAY betreut und eingewiesen bis ich diesen perfekt beherrschte. Ich muss einen SEGWAY haben, denn durch und auf diesem habe ich ein völlig neues Lebensgefühl bekommen. Ich bin endlich wieder MENSCH und nicht irgendein Kranker, der von seinen Mitmenschen auch so angesehen wird. Ich werde wieder beachtet, und nicht mehr bemitleidet, weil ich im Rollstuhl sitze.
Ich kann mit dem SEGWAY Dinge tun, von denen ich im Rollstuhl nur träumen kann.
Ich nehme wieder am Leben teil, wie jeder andere Mensch auch, und werde nicht mehr bemitleidet und bedauert, nur weil ich krank bin. Auf dem SEGWAY bin ich „gesund“, ich kann nur nicht gehen.
Daher habe ich auch sofort bei meiner Krankenkasse einen Antrag auf Übernahme für einen SEGWAY gestellt, obwohl die Aussicht auf Übernahme sehr gering war. Da ich schon mein ganzes Leben ein Kämpfer bin, konnte mich auch eine erste Ablehnung nicht daran hindern, Widerspruch einzulegen, welcher wie zu erwarten war, auch abgelehnt wurde.
Ich werde mich auch weiterhin mit der Krankenkasse auseinandersetzen, um nicht nur mir, sondern auch allen anderen mobil eingeschränkten Menschen zu helfen.
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