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Erfahrungsberichte

 
Inkompletter Querschnitt nach einem Unfall
Erfahrungsbericht SEGWAY Michaela Müller

Michaela Müller (24):

Tja,da saß ich eines Tages gemütlich vor dem Fernseher und sah plötzlich in der Haribowerbung dieses Gefährt und wusste, nachdem ich im Intenet war, ich muss das Ding irgendwie haben.

Da ich körperlich behindet bin (inkomplette Querschnittlähmung, kann einigermaßen gerade laufen, habe aber in alle Extremitäten Muskelfunktionsstörungen) hatte ich zunächst meine Zweifel, ob ich ihn bedienen kann.

Dann kam eins aufs andere, Email an Segway geschrieben, Probefahrt gemacht, eine Vorstellung bei meinen Physiotherapeuten organisiert, aufgrund der unfallzuständigen Privatversicherung Geld bekommen und in einen Segway investiert.

Ich habe ihn jetzt seit 4 Wochen ca., bin schon einige Strecken gefahren und könnte jedezeit damit herumfahren.
Das Fahren mit dem Segway trainiert mein Gleichgewicht, da ich jede Bodenwelle mit meinem Körper ausgleichen muss und sowohl jede Bewegung des Segways, sei es rückwärts, vorwärts oder Kurven ausschließlich mit dem Körper mache - es gibt kein Gas und auch eine Bremse.

Es ist wie eine Joystick einer Spielekonsole zu sein.

Er reagiert auf jede Bewegung meines Körpers, ein bisschen Übung gehört klar dazu, aber mittlerweile bin ich fit in Sachen Segwayfahren.
Bürgersteige werden ganz einfach überwunden, Steigungen sind keine Schwierigkeit.
Am Anfang habe ich noch den "Schildkrötenmodus" benutzt, aber jetzt bin ich so geübt, dass ich auch locker eine Geschwindigkeit von 20 km/h auf gerader Strecke fahren kann, ohne aus dem Gleichgewicht zu kommen.
Trotz aller Sicherheit habe ich mich mit einem Helm, verschiedenen Schutzprotektoren und Lichtern am Seway ausgerüstet.

Ein weiterer angenehmer Aspekt ist für mich die Aufmerksamkeit anderer Leute, wenn ich an ihnen vorbeifahre - die einen schauen nur, aber ich werde auch sehr oft angesprochen.

Normalerweise, wenn ich an Krücken laufe oder im Rolli sitze schaut einen keiner an, wenn dann nur mitleidig.

Jetzt ist es anders:

Ich bin größer als alles anderen, es schaut nicht mehr: "behindert oder verletzt" aus, mir bringt es viel für mein Selbstbewusstsein und man lernt immer neue Menschen kennen.

Da ich am Stadtrand von Coburg wohne und mit dem Seway fast alles erreichen kann (Physiotherapie, Ergotherapie, Stadtmitte etc.), spare ich Sprit und ich komme an die frische Luft.

Früher konnte ich Fahrrad fahren, Inline skaten etc., das ist leider nicht mehr möglich. Ich bin heilfroh,, dass ich nun endlich eine Alternative zum Rolli, Rollizuggerät, Rollator oder Krücken gefunden habe.

Danke an die Mitarbeiter von Segway, die dieseas Gerät nicht nur als Fungerät für reiche Leute in Dubai gebaut und verkauft haben, sondern sich auch Gedanken über behinderte und verletze Menschen und ihre mobile Erleichteung gemacht haben.

Der Segway ist im Moment meine beste Investion für den Sommer!

Liebe Grüße

Michaela Müller