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Anwendungsstudie in der Asklepiosklinik Schaufling
 
Die Asklepios Klinik Schaufling ist ein Rehabilitationszentrum für Patienten mit neurologischen, orthopädischen, geriatrischen und kardiologischen Erkrankungen, sowie für Unfallverletzte.


Zusammenfassung der Anwendungsstudie

Die Zielsetzung der Anwendungsstudie war es, die Frage zu klären, ob sich der SEGWAY als Therapiegerät in der Rehabilitation, für Menschen mit besonderen Bedürfnissen (Mobilitätseinschränkungen) und als Mobilitätshilfsmittel eignet.

Die ansteigende Souveränität der Therapeuten beim Training mit dem SEGWAY und den Patienten führte dazu, dass sich die Therapeuten mit zunehmender Studiendauer zutrauten  Patienten mit erhöhtem Sturzrisiko (nach Tinetti) und ausgeprägten Mobilitäts-einschränkungen (nach Timed Up and Go) in die Studie aufzunehmen. Trotzdem kam es bei den Übungsfahrten nie zu Stürzen und beinahe Sturzereignissen.

Das Gerät SEGWAY wird von den Studienteilnehmern hervorragend bewertet.
Die Note eins und zwei wurde von 88,6 % der Patienten bei der Bedienung vergeben. Es wurde hierbei keine schlechtere Note als drei vergeben.
Beim Einparken (dazu gehört Anhalten, Absteigen, das Gerät abstellen und ausschalten) vergaben 93,6 % der Beteiligten die Note eins und zwei. Die schlechteste Note die hier vergeben worden war, ist die Note drei.
Im Punkt Sicherheit des SEGWAYs vergaben 88,5 % der Studienteilnehmer die Note eins und zwei.Bei dem Punkt Sicherheit vergab keiner der Probanden eine schlechtere Note als  vier.

Mögliche Einsatzmöglichkeiten sehen die Studienteilnehmer zu 20,5 % privat und beruflich, vor Einweisung mit dem SEGWAY, und zu 27,5 % nach der Einweisung. Die Steigerung beträgt 7 %. Es muss berücksichtigt werden, dass 38,63 % der Studienteilnehmer auf Grund ihrer Einschränkung nicht mehr berufstätig sind. Aus diesem Grund für den höheren Anteil der privaten Nutzung des SEGWAYs zu sehen.
Im privaten Bereich sehen 75 % der Patienten eine Einsatzmöglichkeit für sich.

Die Probanden mit Mobilitätseinschränkungen wurden vor Beginn und nach Beendigung der Studie, bezüglich ihrer maximal möglichen Gehstrecke, befragt. 40,9% der Patienten gaben an, dass Ihre Gehreichweite aufgrund von auftretenden Schmerzen eingeschränkt sei. Hier lag die maximale Gehstrecke bei 1608,95 m. Bei diesen Patienten erreichte man eine Steigerung der Gehweite um durchschnittlich 222 m. Die Probanden, die eine nicht schmerzbedingte Einschränkung der Reichweite aufwiesen, konnten zu Beginn der Therapie durchschnittlich 1727,71 m weit gehen, was sich zum Ende der Therapie um durchschnittlich 387 m steigerte.
Obwohl eine gängige Rehabilitationsmaßnahme mit zusätzlicher SEGWAY-Therapie durchführt wurde, erreichte man durchschnittlich lediglich eine maximale Steigerung der Gehstreckenreichweite um 15 % (Mobilitätszugewinn). Diese hinzugewonnene Mobilität reicht bei weitem nicht aus, um die Activities Daily Living betreiten zu können  (durchschnittliche Entfernung der Patienten zu nächsten Einkaufsmöglichkeit 2,65 km). Dies bestärkt die Notwendigkeit eines Hilfsmittels im Alltagsgeschehen.
Die durchschnittliche Distanz zur nächstgelegenen Einkaufsmöglichkeit liegt durchschnittlich bei 2,65 km. Die Probanden mit Mobilitätseinschränkungen ohne Schmerzen hatten eine durchschnittliche Mobilitätsreichweite von ca. 1,7 km (weniger bei Mobilitätseinschränkung auf Grund Schmerzen) Bei Therapieende erreichte man eine durchschnittliche Mobilitätssteigerung um 387 m. Die Notwendigkeit zur Benutzung eines Hilfsmittels bleibt daher erhalten. Das Hilfsmittel SEGWAY würde sich sehr gut dafür eignen die Beweglichkeit zu steigern mit 40 km Reichweite, 20 km/h Maximalgeschwindigkeit, Emissionslosigkeit, bedeutend verbesserte Barrierefreiheit und einem Verbrauch von  ca. 1 € pro 200 km.     

Insgesamt würden 93 % der Patienten in einen SEGWAY als Hilfsmittel investieren.
Nach der Therapie mit dem SEGWAY stieg die Investitionsbereitschaft der Patienten in dieses Hilfsmittel. Beispiele: bis 1000 € vorher 25 % und danach 33 %. 2000 € von 11,4 % auf 20,5 %. Die Bereitschaft, in den SEGWAY zu investieren, stieg nach der Benutzung des SEGWAY bei 20,5 % der Patienten um 200 %. Jeweils 2,3 % der Patienten waren bereit     134 %, 300 %, 400 % und 500 % mehr in einen SEGWAY zu investieren. Dies bedeutet, dass 29,5 % der Patienten, durch die Benutzung des SEGWAYs, mehr zu investieren bereit sind, als ohne.

Bei der Frage nach der Bereitschaft einen Eigenanteil zu bezahlen, antworteten 68,2 %  in Höhe eines E-Rollis und 22,7 % mehr zu investieren als in den E-Rolli. Nach der Studie stieg die Bereitschaft beispielsweise mehr zu bezahlen auf 36,4 %. Dies bedeutet eine Steigerung der Zahlungsbereitschaft um 13,7 %.

Auf die Frage, ob der SEGWAY die Mobilitätseinschränkung der Patienten ausgleicht,  antworteten 77,8 % der Befragten vor der Studie, dass der SEGWAY die Einschränkung im privaten Bereich ausgleicht bzw. sehr stark ausgleicht, 13,9 %  teilweise ausgleicht und 5,6 % nicht ausgleicht. Im Bereich Arbeit beantworteten 47,6 % der Studienteilnehmer die Frage damit, dass der SEGWAY die Einschränkung ausgleicht bzw. sehr stark ausgleicht und 4,8 % teilweise ausgleicht bzw. 28,6 % nicht ausgleicht. Nach der Therapie stieg beispielsweise die Zahl derjenigen die aussagten, dass der SEGWAY die Einschränkung sehr stark ausgleicht, auf 55,6 % an. Dies bedeutet hier eine Steigerung um 8 %.

Es wurde berücksichtigt, dass 8 Personen keine Mobilitätseinschränkungen aufwiesen. Auch die fehlende Berufstätigkeit von 17 Patienten wurde berücksichtigt.

Nach der Therapie gaben bei dem Bereich Arbeit dahingegen 38,1 % der Befragten an, dass das Gerät ihre Mobilitätseinschränkung stark aufhebt. 9,5 % führten an, dass ihre Mobilitätseinschränkung aufgehoben wird und 4,8 % dass die Einschränkung teilweise aufgehoben wird. 28,6 % gaben an, dass ihre Bewegungseinschränkung durch die Benutzung des Gerätes nicht ausgeglichen wird.

Vier verschieden Therapeuten unterschiedlicher Alters (Mitte 20 bis Ende 40), unterschiedlichen Ausbildungsstand und unterschiedlicher Position in der Klinik bewerteten den SEGWAY in der Therapie.
Die Motivation zur Therapie wurde bei 88,6 % der Patienten rein durch die Verwendung des SEGWAYs gesteigert,  93,2 % der Patienten hatten Freude am Fahren und lediglich 6,8 % hatten Angst. Die Therapeuten beschrieben den SEGWAY als ein Gerät das bei 68,2 % der Beteiligten das Therapieziel modifiziert, im Sinne von erweitert, schneller und mit höherer Sicherheit erreicht.

Johanna Bauer, April 2008

Die komplette Studie erhalten auf Anfrage über unseren Kontakt